Kirchen / Pfarrgeschichte

St. Severin Garching

 

Es gibt 3 katholische Kirchen in Garching. Hauptkirche ist St. Severin (Poststraße 8). St. Katharina (Münchner Straße 13) im Ortszentrum ist die alte Pfarrkirche. Im Stadtteil Hochbrück befindet sich St. Franziska Romana (Kirchstraße 5).

Beschreibung von Korbinian Severin Lehrberger, Pfarrer
"Von der Katharinenkirche zur St. Severinskirche
und von der Engelskirche zu Hochbrück zur Kirche St. Franziska Romana"


St. Severin Kirche (Poststraße 8)
Lage: Am südlicher Rand des Ortszentrums in Garching.
ÖPNV: U-Bahnhof Garching (dann Münchnerstraße nach Süden, rechts in die Poststraße) oder Bushaltestelle Auweg


Geschichte des heiligen Severin

St. Severin von Oben,
rechts der Kirchplatz

Innenansicht mit Altarraum

Die neue Pfarrkirche ist benannt nach dem heiligen Severin von Noricum
(+ 8.1.482 zu Mauern bei Krems).
Die Grundsteinlegung für das neue Pfarrzentrum erfolgte im Jahre 1964 unter Pfarrer Korbinian Lehrberger, die Kirchweihe am 17.9.1967 durch Kardinal Döpfner.
Die auf einem Rechteck von 35x25 Meter erbaute Hallenkirche im modernen Stil hat ein mächtiges Walmdach. Die Gemeinde ist auf drei Seiten um den Altar versammelt. Die Mauern sind aus Muschelkalk. Die Ausstattung stammt im wesentlichen von Künstlern aus dem Bistum. Im freistehenden Campanile (Spitzturm) hängen fünf Glocken.


Kirchenführung mit Bildern



Außenansicht mit Turm und Sakristei

Statue Hl. Severin

Innenansicht vom Seitenaltar aus


St. Katharina Kirche (Münchner Straße 13) Seitenanfang
Lage: Direkt Ortsmitte in Garching. ÖPNV: U-Bahnhof Garching (ca. 100 m zur Kirche) oder Bushaltestelle Maibaum

Geschichte der heiligen Katharina

Außenansicht von Süden (vor Renovierung)

Altarbild Hl. Katharina

Innenansicht nach Osten


Kirchenführung mit Bildern

Die alte Pfarrkirche St. Katharina (von Alexandrien) befindet sich in der Mitte des alten Ortskerns. Um die Kirche herum ist auch der alte Friedhof. Der massive Turmunterbau mit Blendbogengliederung gehört noch der Romanik des 13. Jh. an. Langhaus, Chor und Sakristei wurden im 15. Jh. erneuert, der Innenraum im 18. Jh. völlig umgestaltet. Der Saalbau besitzt im Langhaus fünf Fensterachsen mit flacher Stichkappentonne auf Pilastern tuskischer Ordnung, der zweijochige Chor mit 3/8-Schluß trägt das Gewölbe über Wandpfeiler. Ein freigelegtes Wandgemälde aus der Zeit um 1600 gehört zur ältesten Ausstattung.
Nach den Innenrenovierungen 1962, 1973/76 (neue Bankeinrichtung, Beichtstuhl) brachte die Restaurierung 1988-1990 den Gesamtraum zu neuem Leben.


Ausführliche Beschreibung der Entstehungsgeschichte und der Renovierung 1988-1990, von Guido Anneser, Pfarrer (November 1990)

St. Franziska Romana Kirche, Hochbrück (Kirchstraße 5) Seitenanfang
Lage: Ortsteil Hochbrück. ÖPNV: U-Bahnhof Garching-Hochbrück, dann mit Bus zu Bushaltestelle Kirchstraße (Hochbrück)


Geschichte der heiligen Franziska

Außenansicht von Nordwesten

Statue Hl. Franziska

Innenansicht mit Altar


Kirchenführung mit Bildern

Der Ortsteil Hochbrück läßt sich nur bis in die Zeit um 1688 zurückverfolgen, als Kurfürst Max Emanuel zur Entwässerung und Kanalisierung des Schleißheimer Mooses eine "hohe Brücke" bauenließ. Durch die verstärkte Siedlungstätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch eine kirchliche Lösung notwendig. Im Jahre 1958 wurde eine Notkirche aufgebaut, welche durch einen Brand im Jahre1967 zerstört wurde. Im November 1969 erfolgte die Grundsteinlegung für ein Gemeinde zentrum Hochbrück. Es entstand eine mit einem Pultdach versehene Kirche. Die Weihe erfolgte am 16. Mai 1971 durch Kardinal Döpfner. Der Innenraum der Kirche mißt 20x20 Meter. Die Gemeinde ist zu drei Seiten des Altars versammelt.

Orts- und Pfarrgeschichte Seitenanfang

Im 9. Jh. gehörte Garching zum Kloster Tegernsee, wurde dann um 915 z.Zt. der Säkularisationen Herzog Arnulfs von diesem beansprucht und gelangte später - angeblich unter Abt Arnold (1022/41)- mit der ganzen Pfarrei an das Kloster Weihenstephan, welche die Pfarrer für Garching bestellte. In einer Papsturkunde vom 25. Mai 1260 wird Garching mit seiner Pfarrkirche –damals Patrozinium St. Maria Magdalene- und den Ortschaften Freimann, Fröttmanning, (Unter-) Schleißheim, Dirnismaning, Mallertshofen, Wachrain und Lappen erwähnt. Eigenartigerweise wird aber in der ältesten diözesanen Pfarrbeschreibung von 1315 Mallertshofen als Pfarrkirche bezeichnet. Die Diözesanbeschreibung von 1524 spricht von der Pfarrei Garching (mit der Patroziniumsangabe St. Katharina). Um 1560 werden in der Pfarrei 250, um 1740 bereits 586 Kommunikanten gezählt. Im Jahre 1880 lebten im Pfarrdorf Garching 450 Seelen.  Die genannten Filialen sind in der Zwischenzeit von der Mutterpfarrei losgelöst – heute besitzt Garching nur noch die Filiale Hochbrück. Die Namen der Pfarrer sind seit Ende des 12. Jh. fast alle bekannt. Die ältesten Grabdenkmäler in St.Katharina: Pfarrer Kaspar Döpsl (+1591) und Johann Ranpeckh (+1602).
Quelle: Büchlein "Die Kirchen der Pfarrei St. Severin" - liegt in der Kirche auf.

Zur Zeit wohnen in der Pfarrei ca. 7000 Katholiken.

Flur- und Wegkreuze in Garching
Garchinger Flur- und Wegkreuze (mit Beschreibung)

Pfarrer und Seelsorger Seitenanfang

Seit dem hl. Korbinian (+ 725), dem 1. Bischof von Freising, wird hier in Garching Seelsorge geleistet.
Später wird ein Holzkirchlein gebaut worden sein. Im Jahr 915 erscheint Garching in den Urkunden als zum Kloster Tegernsee gehörig.
Von 1022 - 1041 kommt Garching unter Abt Arnold an das Kloster Weihenstephan in Freising.
Zum Jahr 1140 wird Mallershofen als Pfarrkirche genannt. Im Jahr 1260 bestätigt Papst Alexander IV
dem Kloster Weihenstephan die Pfarrkirche St. Maria Magdalena von Garching mit Nebenkirchen.
Im Jahr 1542 wird die Pfarrei "St. Katharina in Garching" genannt.  

Priester in Garching MitarbeiterInnen des Pfarrers
1370 Gallus Pictor Vikar von Weihenstephan
1591 Kaspar Döpst Pfr. + 16.2. (Grabmal)
1601 Johann Bapt. Gamböck Pfr. + mit 37 Jahren (Grabmal)
1602 Johann Norperth Pfr. + 22.2. (Grabmal)
1602 Eustachius Sturm Vikar von Weihenstephan
1617 Thomas Bauhoffer Pfr. + 1.1. (Grabmal)
1640 Gregorius Windhammer Vikar v. Weihenstephan Matrikelbuch
1646 Johann Kottendreyer Vikar Matrikelbuch
1655 Benedikt Scheirl Vikar Matrikelbuch
1656 Philipp Jakob Reingrueber Vikar Matrikelbuch
1657 - 1658 Johann Prunngraber Matrikelbuch
1659 Johannes Feichtmayr Vikar Matrikelbuch
1674 Stefan Kaltehauser Vikar Matrikelbuch
Severinus Huber Vikar (1700)
Martin Thumstetter Pfr. (Verzeichnis der Stiftsmessen)
1709 Georg Furtner Pfr. (25 Jahre) + 1.9. (Grabmal)
1756 Georg Gamböck Pfr. (37 Jahre) + 21.7. 80-jährig (Grabmal)
1767 Johann Bernhard Seelmayr Pfr. + 29.7. (Grabmal)
1792 - 1796 Franz Xaver Halbinger Pfr. + 1.2. (Grabmal)
1796 - 1798 Bettinger und Erber Vikare
1798 - 1805 Amandus Erber Pfr.
1805 - 1821 Anton Rupert Weber Pfr.
1821 - 1831 Josef Zeiler Pfr.
1831 - 1841 Anton Ganghofer Pfr.
1841 - 1843 Paul Mayr Pfr.
1843 - 1860 Kaspar Müller Pfr. + 4.6. (Priestergrab)
1860 - 1871 Georg Heinrich Pfr. Initiator d. freiw. Feuerwehr
1871 - 1873 Michael Nefzger Pfr.
1873 - 1886 Georg Eglauer Pfr.
1886 - 1891 Ignaz Riedle Pfr.
1891 - 1906 Martin Seeanner Pfr. + 18.9. (Priestergrab) Initiator der Raiffeisenbank und Lindenallee
1906 - 1925 Johann Baptist Stein Pfr. + 1948 in Freising
1925 - 1932 Karl Aertinger Pfr. + 1946 i. Waging, Initiator des 1. Kindergartens (Molkereigebäude)
1932 - 1954 Johann v. Gott Herrmann + 19.5.1955 in Garching (Priestergrab) Restaurator der Kirche
1954 - 1955 Max Abelshauser Vikar
1955 - 1962 Dr. Josepf Hogger Pfr. Initiator des Kindergartens St. Josef, des neuen Friedhofs und der neuen Kirche
1962 - 1977 Korbinian Lehrberger Pfr.
1977 - 1981 Valentin Königbauer Pfr.
1981 - 1982 P. Bonifaz Bohrer OSB Pfv.
1982 - 1994 Guido Anneser Pfarrer
1994 - 1995 P. Dr. Paul Schäfersküpper O.P.
1995 - 8/1999  Bruno Fink Pfarrer
9/1999 - 8/2012  Bodo Windolf, Pfarrer und Dekan
9/2012    Michael Ljubisic, Pfarrer
1964 - 1965 Prof. Backhofer + Universität Indiana/USA
1965 Max Biedermann Pfr. i. R.
1965 - 1969 Pater Manuel Cabada S.J. Madrid/Spanien
1965 - 1969 Max Katzl Kaplan 1966 Karl Ernst Apfelbacher
1969 - 1970 Pater Jose Christo Rey Garcia Paredes CMF Spanien
1969 - 1970 Sebastian Feckl Kaplan
1970 - 1973 Pater Alfons Berkmüller sss.Dr.
1970 - 1973 Alfred Vierthaler Kaplan
1972 - 1973 Ernst Niermann Dr. theol. Militärdekan, Bonn
1967 - 1975 Ludger Anton Bange Dr.
1973 - 1975 Jan Herold Dr. Kaplan
1975 - 1979 Konrad Mühlbauer Kaplan
1979 - 1980 Franz-Josef Brems Pfr.
1980 - 1981 Wolfgang Höpfner Kaplan
1980 - 1981 Herbert Rauchenecker Pfr.
1981 - 1983 Franz Tonke Studiendirektor
1982 Gerhard Weiland Pastoralreferent
1982 - 1989 Sieglinde Mooser Pastoralreferentin
1984 Karl-Ernst Apfelbacher Dr., Pfv.
1984 - 1985 Gemeindemission: P. Heinrich Gerstle CSsR,
P. Karl Wagner CSsR, Sr. Michaela Holzner und
Sr. Luzia Schweiger, Garser Missionsschwestern

1989 - 1990 Karl-Heinz Lehner, Past. Ass.

1990 - 1996 Martin Holzner, Past. Ref.

1994 - 1996 Petra Altmann, Past. Ass.i.V.

1993 - 8/2001 Elfriede Munk Dr., Past. Referentin

1996 - 8/1999 Robert Stefanovics, Past. Ass.

1997 - 8/1999 Regina Altendorfer, Past. Ass. i. V.

9/1999 - 8/2004 Johannes Fichtl, Past. Referent.

9/2003 - 9/2005 Franziska Marschall, Past. Ass. i.V.

7/2004 - 8/2009 Dietmar Rebmann, Past. Referent

1/2007 - 7/2010 Pater Claus Bayer, Kaplan

9/2005 - 8/2011 und 3/2013 - 2/2014 Anna Rieß-Gschlößl, Gemeindereferentin

9/2011 - 8/2012 Birgit Piller, Pastorale Mitarbeitern

9/2010 Julius Oswald SJ, Priesterliche Mithilfe

9/2013 - 6/2016 Klaus Klonowski, Diakon

9/2014 - 3/2016 Arsatius Regler, Diakon

9/2015 - 12/2016 Ina Trainer, Gemeindereferentin

Quelle: Bernhard Maier, Verwaltung

Informationen zu Garchinger Seelsorgern (ab 1999) mit Foto, die nicht mehr in der Pfarrgemeinde tätig sind

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