Unterstützung "Mission" in Afrika

St. Severin Garching

 

Über die Kontonummer der Kirchenstiftung St. Severin können sie Spenden (bitte entsprechend kennzeichnen) an ein Missionsprojekt weiterleiten
Konto der Pfarrkirchenstiftung bei der Kreissparkasse München: IBAN: DE12 7025 0150 0090 2454 32   BIC: BYLADEM1KMS

 
Unterstützung "Mission" in Afrika
Zum Benefizkonzert „Arts for Africa“ am Freitag, 19. Okt. 2001  zugunsten des Soweto Slum-Dorfes in Nairobi waren fast 500 Besucher gekommen. Zugunsten der Mission (Bau einer Schule) kamen über 21.000 EURO zusammen. Informationen dazu finden sie unter Mission - Arts for Africa
Die Pfarrgemeinde St. Severin unterstützt
regelmäßig die Arbeit von Bruder Schaarschmidt in Kenia.

Spenden können auch auf das Konto der Pfarrei St. Severin Garching
Liga Bank BLZ 75090300  Kto.Nr. 214 0381
nun: 
IBAN: DE35 7509 0300 0002 1403 81  BIC: GENODEF1M05
überwiesen werden. Bitte geben Sie auch den Verwendungszweck „Bruder Karl, Kenia“ an.
Als Spendenbescheinigung reicht bis 100 Euro der Überweisungsbeleg für das Finanzamt. Bei höheren Spenden erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.


Foto links vom August 2005



 

 

 

Aktuelle Briefe von Bruder Schaarschmidt     April 2014    Weihnachten 2013    August 2013     August 2012

Schulausbildung für Kinder in Kenya
Das so genannte Kenya-Patenschaftsprojekt gibt es seit 2001. Es geht in erster Linie um die Patenschaft von Slumkindern des Sowetoslums in Nairobi, Kenya. Für dieses Projekt werden Paten gesucht, die sich für eines dieser Kinder verantwortlich fühlen und das Schulgeld bezahlen. Dies beinhaltet für unsere Sowetoschule: Schulgeld, Bücher, Schuluniform, Prüfungsgebühren und eine warme Mahlzeit am Tag. Der monatliche Beitrag beträgt 25 Euro. Der Pate bekommt ein Foto mit all den Daten des Kindes und zweimal im Jahr einen persönlichen Brief seines Patenkindes zugeschickt. Wer sich nicht für eine bestimmte Zeit finanziell binden möchte kann natürlich auch das Projekt mit einer einmaligen Spende unterstützen. Spendenbescheinigungen können auf Wunsch ausgestellt werden. Im Gegensatz zu vielen bestehenden Hilfsorganisationen fallen bei diesem Projekt keine Verwaltungs- oder Personalkosten an. Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich und sichern somit die 100%ige finanzielle Hilfe. Der Verantwortliche in Kenya ist Bruder Karl Schaarschmidt von den Steyler Missionaren , dessen Projekte die Pfarrei St. Severin schon lange unterstützt.
Kontakt über: Philipp Lammers, Oberdorf 6a, 85567 Bruck
oder E-Mail: Stephi104@web.de   oder   über das Pfarrbüro: Te. 3267420

Hinweis: Das Geld, das Sie monatlich oder auch gerne jährlich überweisen, geht auf ein deutsches Konto der Steyler Mission. Dort gehen jegliche Spendengelder für Patenschaften oder Projektunterstützungen ein, die für gesamt Kenya bestimmt sind. Dieser Betrag wird dann einmal im Monat nach Kenya überwiesen. Das hat den sehr großen Vorteil, dass die sehr hohen Kosten für eine Auslandsüberweisung nur einmal bezahlt werden müssen. Diese übernimmt die Steyler Mission. Damit wir gewährleisten können, dass der volle Betrag in Kenya ohne jegliche Abzüge Bruder Karl Schaarschmidt zu Verfügung steht ist es sehr wichtig, dass Sie ihre Überweisung genau wie folglich beschrieben in Auftrag geben. Der monatliche Betrag ist auf 25,- Euro festgelegt. Diese können Sie auf eins der folgenden Konten an den Empfänger "Steyler Mission" überweisen. 

Steyler Bank St. Augustin: BLZ: 386 215 00 Kontonr: 11009 
Kreissparkasse Siegburg: BLZ: 368 500 00 Kontonr: 025 000 357 
Postbank Köln: BLZ: 370 100 50  Kontonr: 807 00 504 


Nun das Wichtigste: 
Im Verwendungszweck müssen zwei Angaben stehen. "for Schaarschmidt" und unbedingt auch die Nummer Ihres Patenkindes z.B. "25D".
Diese Nummer finden Sie auf der Karte mit dem Foto Ihres Patenkindes. Das könnte dann so aussehen: ?for Schaarschmidt/25D? 

Für die Organisation in Deutschland wie Beratung und Postweiterleitung sind 
Stefanie Buschle und Philipp Lammers zuständig. Philipp Lammers war von 2000 bis 2002 in Kenya als Missionar auf Zeit tätig.

 

Brief zu Ostern 2011
Liebe Verwandte und Freunde, 
wünsche euch allen eine besinnliche Karwoche und gesegnete und frohe Ostern. 

In Kenia ist die Osterfreude getrübt durch den hohen Preisanstieg, hervorgerufen durch die plötzliche Verteuerung des Treibstoffs, Benzin und Diesel. Alle Transportkosten sind dadurch angestiegen. Die Fahrkosten zur Arbeit, und die Förderung der Lebensmittel. Das heißt, dass alle Grundnahrungsmittel im Preis ansteigen und am meisten die arme Bevölkerung darunter zu leiden hat. In Uganda wurden deswegen schon Demostrationen gemacht, die dann durch Polizei und Militär mit Gewalt aufgelöst wurden. Aber Gewalt ruft Gegengewalt. Hier in Kenia sind auch schon Demonstrationen geplant, um die Regierung dazu zu bewegen die Steuern an den Treibstoffen zu senken bis sich die Öllage wieder normalisiert hat. 

Anfang März mussten sich einige Minister und hohe Regierungsbeamte dem Internationalen Gericht in De Hague stellen, zur Aufnahme der Verhandlungen, zu denen sie sich zu verantworten haben. Sie sind angeklagt als Hautverantwortliche an den Unruhen und dem Völkermord nach den Wahlen 2008, bei denen 1300 Menschen ermordet und 600 000 vertrieben wurden. Als diese, besonders 2 Minister von De Hague zurückkamen, haben ihre Parteien eine grosse Kundgebungen veranstaltet und sie wie Heroes gefeiert. Für mich wohl unverständlich, dass nachdem viele ihrer kenianischen Brüder und Schwestern ermordet und vertrieben wurden, man die Bevölkerung wieder dazu treibt diese zu feiern, die angeblich für ihr Volk vor das Internationale Gericht gehen. Es wird von der Regierung versucht diese 6 Angeklagten zu Gerichtverhandlungen hier in Kenia zu bringen, da man ja hier die Möglichkeit hat die Gerichtsbarkeit zu manipulieren und sie dann frei gesprochen kann von aller Schuld. 

Es ist traurig aber wahr, dass die Kriminalität im Lande immer mehr zunimmt. Diese Woche wurde unsere Nachbarpfarrei in Ruai zweimal überfallen. In der Pfarrschule mit Internat wurde eingebrochen und während Kinder studierten die Computer gestohlen. Drei Tage später kamen sie zur Pfarrei selber. Der Wächter wurde ermordet und die zwei Patres konnten sich nur retten indem sie Alarm machten und die Bevölkerung ringsum zusammenlief und die Diebe vertrieben. Die Diebe gaben nicht auf, und wechselten zu einem Haus einheimischer Ordensbrüder etwas weiter entfernt, wo sie eindrangen und Geld und Wertsachen stahlen und dabei einen Bruder schwer verletzten. Vor einem Monat sind auch Diebe im Rescue Center in Thika eingebrochen. Stehlen konnte sie nichts, weil dort nichts wertvolles zu stehlen ist, sondern nur die armen Kinder erschreckt und in Angst getrieben, und dann nur das Fahrad des Wächters mitgenommen. Jetzt will ich dort einen Alarm einbauen. 

Kenia wird auch als  Durchgangslager für Rauschgift bekannt. Man hat im Hafen grosse Mengen beschlagnahmt, kann aber keinen finden der dafür verantwortlich ist. Die Regierung scheint nicht die Kraft zu haben die Koruption unter Kontrolle zu bringen, da Personen in hohen Positionen darin verwickelt zu sein scheinen. 

Trotz alledem, versuchen wir Missionare nicht irre zu werden und weiter unsere Missionsaufgaben zu erfüllen. Ich versuche den Menschen, besonderes den Kindern und Jugendlichen zu helfen, durch Schulung und Ausbildung. Ich helfe Strassenkinder und Aids Weisen eine schulische Grundausbildung zu erhalten durch Patenschaften. Ich baue Missionen und Schulen, zusammen mit der Bevölkerung und mit der Hilfe aus der Heimat. 

In unserer High School bauen ich jetzt die Schulhalle, die auch als Speisesaal gebraucht werden soll, weil dort die Schüler ganztäglich in einem Inernat wohnen. Die Schüler unserer Schule kommen von all über Kenia.

Der Sinn der Schule ist, der stets wachsenden Zahl junger Kenianern eine gediegene Schulbildung in Einheit von intellektuellem Wissen und christlicher Charakterbildung zu ermöglichen. Wir Steyler Missionare sehen in der Schulbildung einen wesentlichen Beitrag der Kirche für die Entwicklung des Landes und die christliche Grundausbildung der jungen Generation Kenias.

Der Kirchbau in Soweto geht noch gut voran, und wir hoffen die Kirche bis Mitte des Jahres schon gebrauchen zu können, wenn auch noch nicht alles ganz fertig ist. Wir sind darauf bedacht, dass die Leute zur Finanzierung der Kirche beitragen, aber in einem Slum geht das etwas langsamer, da viele ja kein festes Einkommen haben. Da es ja im Slum keine Hochhäuser gibt, sind die drei Dachtürmschen die jeweils ein Kreuz ziert schon von weitem zu sehen, als Wahrzeichen die die Dreifaltigkeit Gottes in dieser Kirche versinnbildlichen sollen.

Wir haben jetzt hier in Kenia Regenzeit. Im Westen Kenias hat es schon gut gerenet, aber im Nordosten gab es bis jetzt noch keinen Regen und alles ist dürr und trocken. Viele Tiere verhungern und die Menschen müssen mit Wasser und Hilfsgütern beliefert werden. 

Wir hoffen und beten, dass weitere Unruhen ausbleiben und der Friede zwischen den verschiedenen Stämmen bleibend wird, und sich die Menschen immer mehr als Kenianer fühlen und denken. 

Ich wünsche euch allen eine gesegnete Osterzeit,  Karl Schaarschmidt SVD 


Zusammenfassung seiner Arbeit in Kenia (Stand: Juli 2010)
Die Pfarrgemeinde St. Severin Garching unterstützt, wie viele wissen, seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig die Arbeit des 65-jährigen Bruder Karl Schaarschmidt SVD, dem die Steyler Missionare nach 12 Jahren Einsatz auf den Philippinen seit 1985 die Planung und Bauleitung neuer Missionstationen vor allem auch Schulen in Kenia anvertraut haben.

Nach den brutalen Stammeskämpfen im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen 2007 (mindestens 1200 Tote und 300 000 Vertriebene und Flüchtlinge, Hunderte leben bis heute in Zelten) befindet sich Kenia noch immer in einer politisch sehr schwierigen Lage.
Zu schaffen macht aber, wie Bruder Karl im Dezember 2009 berichtet, auch das veränderte Weltklima. So herrschte lange Zeit mangels Regen große Wassernot und das mit Tankwagen angefahrene Wasser musste teuer gekauft werden. Einige der Tankwagen verkauften Wasser aus verschmutzten Zapfstellen, was zu Tyhpus- und Choleraerkrankungen mit Todesfällen geführt hat. Mit Hilfe aus der Heimat konnte Bruder Karl inzwischen in Soweto einen Tiefbrunnen bohren, an dem die Leute jetzt gutes Wasser für 3 Schilling pro 20 Liter-Behälter selbst zapfen können und nicht mehr für 50 Schilling kaufen müssen.
Das Missionsgrundstück in Soweto, auf dem unbrauchbarer schwarzer Lehmboden aus anderen Neubaugebieten abgelagert war, hatte die Stadt Nairobi mit der Auflage überlassen, eine Missionsstation mit Schule und einen Sportplatz zu bauen. Vor rund 10 Jahren stand dort erst eine kleine einfache Mehrzweckhalle, seither „haben wir aus dem Gelände ein kleines Paradies gemacht“, beschreibt Bruder Karl den Zustand von heute. 520 Kindern werden jetzt in der Grundschule unterrichtet und der Sportplatz ist der einzige im Slum, der für alle Kinder und Jugendlichen offen steht. Spenden aus Garching haben dazu kräftig beigetragen.
Jüngste Projekte, gleichfalls In der Nähe von Nairobi, sind eine High School und Wohnheime für ihre Schüler. Erstere nahm im Januar 2009 mit 36 Schülern den Unterricht auf und heuer wird mit 80 neuen Schülern im ersten und zweiten Schuljahr gerechnet. Rund die Hälfte der im Bau befindlichen 320  Wohnheimplätze soll noch dieses Jahr bezugsfertig werden. Als Ergänzung dieser Projekte ist auch der Bau einer kleinen Klinik vorgesehen, die über die Schule hinaus der umliegenden Bevölkerung eine große Hilfe sein wird.
Auch andernorts konnte Bruder Karl im vergangenen Jahr Objekte fertig stellen, so ein Rescue-Center für 40 Straßenkinder und Mädchen, die zuhause gefährdet sind, sowie zwei Familien-Gruppenhäuser für ein Waisenhaus. Der Bau des Kuhstalls für die Farm des Waisenhauses ist noch in Planung, weil er eine Biogas-Anlage erhalten soll, die die Küchen des Waisenhauses und der Schwestern mit Gas versorgt. 
Bei allen diesen Baumaßnahmen schlägt zwar ein hoher handwerklicher Eigenanteil der Werkstätten der Missionsstation zu Buche und auch der Beitrag der Katholiken vor Ort mit ihrer Hände Arbeit und dem Wenigen, was sie entbehren können. Doch ohne Spenden aus der Heimat würden die Projekte scheitern.
Da in Soweto schätzungsweise 16 000 Katholiken leben, von denen im Durchschnitt 5 000 jeden Sonntag zum Gottesdienst kommen, haben wir mit dem Bau einer Kirche begonnen, die dann 1350 Leute fassen kann. Die Gemeinde hat mitgeholfen mit dem ausschachten der Fundamente und auch Fundraisings veranstaltet. Bruder Karl ist zuversichtlich dieses Ziel   einer neuen Kirche, mit der Hilfe aus der Heimat zu ereichen.



Brief vom Dezember 2009
Fröhliche Weihnachten und Gottes Segen im Neuen Jahr
Weihnachten 2009
Liebe Verwandte und Freunde,
Letztes Jahr,  etwa um diese Zeit musste ich plötzlich nach Deutschland fliegen, um mich einer Darmoperation zu unterziehen. Man hatte ein Krebsgeschwür festgestellt, das operative entfernt werden musste. Danach hat man keinen weiteren Befall festgestellt, und ich konnte Ende Februar wieder zurückfliegen in meine Mission in Kenia.
Kenia ist immer noch in einer schwierigen politische Lage. Um des lieben Friedens willen, haben sich die zwei großen Parteien zu einer Regierungs-Koalition zusammengeschlossen. Nach dem derzeitigen Regierungssystem, das dem Präsidenten die volle Regierungsgewalt zusagte und man jetzt ohne vertragliche Vereinbahrung die Regierung aufteilte in Präsident und Prime-Minister, gab es und gibt es immer noch Kompetenzschwierigkeiten. Um jeder Partei die gleiche Anzahl an Ministern zu geben, hat man einfach die Anzahl der Minister erhöht, nur zu Lasten der Steuerzahler. 
Zwei Jahre nach der Wahl und den anschließenden Unruhen, bei denen 1200 Menschen umgebracht  wurden und noch viele von den Vertriebenen keine neue Heimat gefunden haben, hat man die Anführer noch nicht zur Verantwortung gezogen und vor ein Gericht gebracht. Es sollen Staatsminister, hohe Beamte und reiche Geschäftsleute darin verwickelt sein, die die einzelnen Stämme gegeneinander aufgehetzt haben und man möchte alles so gerne unter den Tisch kehren, und alles schnell vergessen machen. Nun hat sich aber das Gericht für  Menschenrechte in De Haag eingeschaltet, das die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen will.  Man hat die Regierung vor die Wahl gestellt, ein Tribunal im eigenen Land zu erstellen, was von dem Parlament abgelehnt wurde, weil man der eigenen Gerichtsbarkeit nicht traut, die immer noch unter dem Einfluss der Manipulation steht. Die Regierung windet und dreht sich, wie sie sich so ungeschoren wie möglich aus der Verantwortung ziehen können.

Die Belastung des veränderten Weltklima macht uns hier in Afrika, von Jahr zu Jahr mehr zu schaffen. So gibt es keine geregelte Regenzeit mehr, und die Bauern können nicht mehr genau feststellen wenn sie die Aussaat auf ihre Felder bringen sollen. In einigen Provinzen hatte es seit dem letztem November nicht mehr geregnet. In ganz Kenia aber besonders in Nairobi war großer Wassermangel, der sich erst jetzt so langsam normalisiert. Die  Bevölkerung und die Tiere haben sehr darunter gelitten. Auch wir hier in der Mission mussten Wasser kaufen. Das Wasser wurde mit Tankwagen angefahren. Aber einige der Tankwagen haben Wasser aus verschmutzten Zapfstellen verkauft, durch das viele Mensche an Typus und Cholera erkrankt und gestorben sind. Die Wasserverkäufer waren gut im Geschäft. In ganz Nairobi, wie in den Strassen und Gassen von Kayole und Soweto wurden mit Fahrrad, Hand und Eselkarren, voll beladen mit 20 Liter Plastik Behälter, teueres Wasser verkauft. Auch musste die Stromversorgung rationalisiert werden, da die Flüsse ausgetrocknet waren und die Hydro- Elektro-Power Stationen kein Wasser hatten. 

In der Soweto Mission waren wir gezwungen den schon länger geplanten Tiefbrunnen zu bohren. Durch den großen Notstand konnte ich nicht mehr länger warten.  Dank der Zusage eines guten Freundes aus meiner Heimat, hat mit seiner Firma, und seinen Kollegen im Rothary Clup  zusammen, das ganze Wasserprojekt finanziert. Jetzt können die Leute das kostbare und gute Drinkwasser selbst, an den Zapfstellen der Mission für 3 Schilling per 20 Liter Behälter entnehmen, und brauchen es nicht für 50 Schilling von den Wasserverkäufer zu kaufen. 

Das Wasser dieses Brunnen ist auch sehr wichtig für den geplanten Bau einer Kirche in Soweto.  In Soweto leben schätzungsweise 16 000 Katholiken, von denen im Durchschnitt 5 000 jeden Sonntag zur Kirche kommen. Im Gegensatz zu den armen Verhältnissen in der sie leben, sind die Menschen sehr religiös und geben der Kirche immer ihre Unterstützung mit dem Wenigen das sie entbehren konnten und ihrer Hände Arbeit. Als ich ende 1999 von der Mission in Dol Dol nach Soweto versetzt wurde, war in dem Kirchengelände, das man mit einer Mauer umgrenzt hatte,  nur eine einfache Mehrzweckhalle. Soweto war für viele Jahre der Ablageplatz für den schwarzen Lehmboden der zu nichts zu gebrauchen war. Mit den Leuten zusammen haben wir aus dem Gelände ein kleines Paradies gemacht. Der Platz wurde aufgeteilt in drei Funktionen, Pastoral, Schule und Sport. Der Lehmboden wurde zusammen geschoben zu Hügeln  entlang der Sportplätze als Tribünen, bepflanzt mit Bäumen und Sträucher, geben sie einen Schallschutz zur Schule und dem pastoralen Bereich.  Eine Grundschule wurde gebaut, in der jetzt 460 Kindern unterrichtet werden. Der Sportplatz ist der einzige große Platz im Slum von Soweto, der allen Kindern und Jugendlichen eine Gelegenheit gibt zu Spiel und Sport. Im pastoralen Bereich baute ich ein Pfarrhaus in dem Wohnung und Pfarrbüros untergebracht sind. Die kleine Mehrzweckhalle dient für alle Veranstaltungen die sich oft überschneiden mit den kirchlichen Versammlungen, so dass wir unbedingt eine eigene Kirche brauchen. Die Pläne habe ich schon ausgearbeitet und auch schon eine Baugenehmigung eingeholt. Es ist verwunderlich, wie die Pfarrangehörigen schon durch verschiedene Veranstaltungen Geld gesammelt haben. Für den Bau der Kirche sind wir doch hauptsächlich auf die Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Jeder ist herzlich eingeladen, sich am tilgen der Kosten zu beteiligen. 

Im Juni haben wir angefangen am Bau der Wohnheime für 320 Schüler für unsere neue High School, in der wir im Januar die ersten 36 Schüler aufgenommen hatten. Für das nächste Jahr rechnen wir mit 80 neuen Schülern zusammen für das erste und zweite Jahr. Wir wollen deshalb die Hälfte der Wohnheime bezugsfähig machen. Die Stahlfenster, Betten und andere Einrichtungen machen wir in unseren eigenen Werkstatten.  

Mit der Hilfe guter Freunde und Wohltäter, war es mir möglich für die High School eine kleine Klinik zu bauen, die auch der umliegenden Bevölkerung eine große Hilfe sein wird.

Für die indonesischen Schwestern die hier in unserer Pfarrei Kayole mitarbeiten, baue ich in der Außen-Station Mihango, ein Schwestern-Ausbildungshaus, das bis Mitte Januar bewohnbar  sein wird. 

Der Rescue Center ( Auffang Center) am Ort Thika, für Mädchen die in ihrem Zuhause gefährdet sind, und Straßenkinder, wurde im Oktober fertig gestellt. 8 Kinder sind dort schon eingezogen. Das Haus kann bis zu 40 Kindern aufnehmen. Auch konnten wir die zwei Familien Gruppenhäuser für ein Weisenhaus fertig stellen. Alle Möbel für die zwei Häuser auch die Möbel für den Rescue Center, konnten wir in unseren eigenen Werkstätten herstellen.

Für den Bau eines Kuhstall für die Farm des Weisenhauses sind wir noch am planen. Wir studieren gerade wie wir eine Biogas Anlage mit einplanen können. Wir könnten dadurch die Küchen für des Weisenhaus und der Schwestern mit Gas versorgen, und so das Brennholz ersetzen. Wir schützen so die Umwelt, bewahren unsere Bäume, indem wir  kein Brennholz mehr gebrauchen.

Die Steyler, SVD in den Philippinen feierte  Hundertjahrfeier. Zu dieser Feier war ich im Monat August für einen Monat in meiner früheren Mission. Es war sehr ergreifend, alte Bekannte und Freunde wieder zu sehen.

Das vergangene Jahr war somit ausgefüllt mit vielen guten Dingen. Mit euerer Mithilfe war es mir möglich vielen Kindern und Jugendlichen, Menschen zu helfen und ihr Leben etwas zu verbessern.

Zum Schluss dieses Briefes möchte ich euch allen ein fröhliches und gnadenreiches Weihnachtsfest und einen sich daran anschließenden guten Start in das Neue Jahr wünschen. Möge sich die Freude über die Menschwerdung Gottes in diesen Tagen in eueren Familien widerspiegeln und Ausdruck finden.

Mit herzlichen Grüssen und besten Wünschen,  Euer dankbarer Missionar,
Karl Schaarschmidt SVD

Wenn sie am Aufbau der Mission in Kenia mithelfen möchtet, können sie das über meine Heimatdiözese tun: Aktion Silbermöve , Konto Nr. 36340, Liga Bank-Filiale Speyer, BLZ 75090300
oder, Steyler Bank, Konto 11009, St. Augustin, BLZ 38621500,  bei beiden den Vermerk: für Br. Karl, Kenia

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