Pfarrgemeinderat

St. Severin Garching

 

PGR-Wochenende vom 15./16. Februar 2002 

Der Pfarrgemeinderat hat sich mit dem Gelingen der Mission beschäftigt.
Thema: „Die Pfarrmission ist für mich gelungen, wenn...“
Die einzelnen Beiträge (hier im Wortlaut wiedergegeben) wurden unter folgenden (Hilfs-)Überschriften geordnet:

Öffentlichkeit

-         alle Generationen sich durch Aktionen angesprochen fühlen

-         Kirchen und Veranstaltungen von Teilnehmern überquellen

-         die ganze Stadt über das Ereignis spricht und schwärmt

-         wenn sich alle Christen in Garching, nicht nur die Katholiken, angesprochen gefühlt haben

-         Politik ihr Verhältnis zu den Kirchen neu entdeckt

-         für Vereine und Organisationen ihr Verhältnis zu den Kirchen nicht mehr tabu ist

-         das religiöse Leben gestärkt wird durch Einbindung bisher abseits Stehender

Einladende Gemeinde

-         wenn wir uns untereinander näherkommen, näher zusammenwachsen in der Pfarrei als ein geistlich und menschlich heimatgebender Ort

-         unsere kirchlichen Einrichtungen als Anziehungspunkt gesehen werden von allen Altersgruppen

-         wenn unsere Gemeinschaft das Gefühl vermittelt, dass jeder gebraucht wird und sich mit allen seinen Wünschen und Fähigkeiten einbringen darf

-         wenn unsere Gemeinschaft keine „Einstiegshürden“ aufbaut

-         die Pfarrei mehr lernt, auf die Bedürfnisse und Sehnsüchte junger Menschen einzugehen

-         wenn die Gemeinde (Seelsorger, Gremien) lernt, wieder einladend/werbend auch für Fernstehende zu sein

-         wenn Kirche nicht als geschlossener Zirkel erscheint

-         wenn Menschen, die einen großen Bogen um die Kirche machen, dort von uns erreicht werden, wo sie leben 

Jugend

-         wenn gerade junge Menschen sehen, dass Kirche nicht „langweilig“ sein muss

-         neue Gottesdienstformen entwickelt werden können, die besonders Jugendliche ansprechen

-         Jugend massiv beteiligt war und Jugendgruppen entstehen

-         wieder mehr Jugendliche bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen zu sehen sind

-         einige Jugendliche Anschluss an die Gemeinde finden (d.h. Teilnahme am Gottesdienst, an Gesprächen, an Gremien)

-         Jugendliche mitgestaltet haben und sagen: “Das war unser Ding!“

-         ein Jugendbibelkreis entsteht, in dem junge Menschen Nahrung für ihren Glauben finden und Heimat im Glauben, zu dem man Firmlinge einladen kann

-         viele Jugendliche erleben konnten, dass ihre Sehnsüchte tiefer gehen als nur Spaß zu erleben

Gottesdienst

-         neue (von außen) aufgezeigte Wege des Glaubens und Glaubenslebens (im Alltag) erfahrbar werden

-         neue Entdeckungen in der Gestaltung von Gottesdiensten „weiterleben“

-         wieder mehr Eltern den Zugang zur Kirche finden, d. h. mit ihren Kindern die Gemeinschaft suchen – nicht nur zu Hause beten

Gottesbeziehung

-         wenn viele Menschen in Garching erfahren konnten, dass die Welt liebenswerter und menschlicher wird durch Menschen, die dem Geist Christi Raum geben

-         wenn einige die Kirche als einen Ort der Heilung ihrer Lebensgeschichte erfahren

-         wenn Menschen erfahren: Gott ist immer schon da – bevor ich von ihm spreche

-         wenn bei allem Aktionismus Gott als die Mitte der Mission bewusst bleibt

-         Glaubensvertiefung stattfindet

-         die Idee der Barmherzigkeit und des Gottvertrauens in den Herzen der Angesprochenen ankommt

-         langfristig höhere Glaubens-Qualität und Quantität in der Pfarrgemeinde entsteht

-         wenn auch nur einige einen neuen Zugang zum Glauben an den uneingeschränkt guten Gott finden

-         wenn in vielen das Interesse an Gott geweckt wird, die Frage nach Gott zum Gesprächsthema wird

-         Begegnung mit Gott für viele Fernstehende

-         wenn Menschen erleben können, dass andere Kraft aus ihrem Glauben schöpfen

-         wenn eine nachvollziehbare Gotteserfahrung und –beziehung sichtbar wird

-         das religiöse Leben gestärkt wird durch Vertiefung des Glaubens

-         viele in Garching den Eindruck gewinnen können, dass Kirche mehr als Regelungen, Gebote, Verbote anzubieten hat und dass Gott sich nicht in Kirchenräumen „versteckt“

-         wir glaubhaft rüberbringen konnten, welche Gotteserfahrungen wir gemacht haben und unser Leben prägen

Ökumene

-         wenn sichtbar wird, dass wir und die Protestanten mehr Gemeinsames als Trennendes haben

-         sich beide christliche Kirchen gemeinsam gezeigt haben

-         Laudate massiv beteiligt war

Gespräch über Gott

-         wenn ich es lerne, mit Nachbarn oder auch Freunden über Gott/meinen Glauben zu sprechen

-         wenn man gelernt hat, wie man ganz offen und ohne Scheu immer wieder, auch mit fremden Menschen, über Gott sprechen kann

-         mit Nachbarn ein Gespräch über den Glauben statt fand

-         jede/jeder in Garching einmal gehört hat, dass Christen sie ernst nehmen und hören wollen, was sie bewegt

-         wenn der Eindruck vermittelt wird, dass sich „weltliches“ und „christliches“ Leben vereinbaren lassen

-         Gespräche über Glauben, Lebenssinn mit Nichtgläubigen zustande kommen

-         öffentlich über Gott diskutiert wird, auch noch danach

-         wenn nach Abschluss der Veranstaltlungen in der Gemeinde das Bedürfnis nach Gespräch wach bleibt und Ausdruck findet

-         das Wissen über Gott  auch rational vertieft wird

-         das Gespräch über den Glauben wieder etwas „in“ wird. ( und nicht als „peinlich“ empfunden wird)

-         wenn Menschen „Räume“ finden für ihre Fragen

-         wenn Eltern lernen /Unterstützung erfahren, wieder mit ihren (älteren) Kindern über Glauben zu sprechen und gemeinsam zu beten

-         wenn Garchinger die Erfahrung machen, dass man nicht nur mit dem Pfarrer über Gott reden kann

-         junge Familien Lust haben, sich weiterhin zu treffen

Was bleibt...

-         die Begeisterung über ein aktives christliches Leben über die Missionszeit nachhaltig hinaus wirkt

-         vielen Mitarbeitern die Vorbereitung soviel Spaß gemacht hat, dass sie es auch hinterher nicht lassen können

-         der Pfarrgemeinde so wie sie heute ist, bewusst wird, dass sie wichtig ist

-         bewusst wird, dass es noch etwas anderes als das bisher gelebte gibt, klar wird, dass  dies nur unter einer Hinwendung zu Gott realisiert werden kann

-         die Gemeinsamkeit /Zusammenhalt der Gemeinde neue Impulse erfährt. Und der Einzelne sich geborgen fühlt und eine höhere Identifikation verspürt (Gemeinschaft)

-         Überzeugung bei den Aktiven: Gott hat den Menschen von heute etwas zu sagen

-         wenn Mut zum bekennenden Christsein (am Arbeitsplatz, Nachbarn etc.) erwächst

-         durch die Vorbereitung der Pfarrmission die Gemeinde mehr zusammenwächst

-         ein missionarisches Bewusstsein entsteht: regelmäßiges Gebet um Bekehrungen

-         danach gerade Menschen, für die bisher das Thema „Kirche und Gott“ tabu war, einen Zugang zum Leben in bzw. mit der Gemeinde gefunden haben

-         missionarisches Bewusstsein: monatlich attraktive Veranstaltungen, zu denen man Fernstehende einladen kann

-          wenn in der Pfarrei das Bewusstsein für den „missionarischen“ Auftrag von uns allen wächst (missionarische Gemeinde)

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